Die Geschichte des  M.G.V   Harmonie Ahlbach



Auftritt des MGV beim Weihnachtskonzert 2005 in der Ahlbacher Kirche

1829-1850 - Erste Erwähnung von gesanglichen Aktivitäten in Ahlbach.

1858 - Gehaltserhöhung für Lehrer Hartmann, der auch als Vorsänger, Organist, Chorleiter und ggf. Lektor in der hiesigen Kapelle tätig wurde.

1873 - der Gesangverein gibt sich den Namen "GEMÜTLICHKEIT"

1876 - Anschaffung einer Vereinsfahne

1913 - feierte der Verein sein 40 jähriges Stiftungsfest unter Beteiligung von dreißig auswärtigen Vereinen

1914 - da fast alle Sänger im Kriege (1. Weltkrieg) standen, konnten keine Gesangstunden mehr abgehalten werden.

1919 - in diesem Jahre fand am Totensonntag eine Gefallenenfeier auf dem Friedhof statt, bei der der Gesangverein zum ersten Male nach dem Krieg wieder erwähnt wird und einige Trauerlieder zum Vortrag brachte.

1924/25 - Eventuell als Folge eines schlechten Abschneidens beim Wettstreit in Elz waren einige Sänger  mit der Chorleitung nicht mehr einverstanden, trennten sich von dem Verein und versuchten einen weiteren Chor zu gründen. Sie verpflichteten einen Dirigenten namens Schwertel aus Dehrn, und der alte Verein verpflichtete ebenfalls einen anderen Dirigenten namens Swiniarski, Lehrer zu Ahlbach. Man merkte aber nach einiger Zeit, daß keiner der beiden Vereine allein existieren konnte. So hat man sich auf der eigens hierfür einberufenen Versammlung am 27. September 1925 wieder vereinigt. Als Chorleiter blieb der Lehrer Swiniarski.

1926 - Eine Versammlung am 9. Mai beschloß die Anschaffung eines Klaviers. Es kostete 325,00 Mark.

1929 - In diesem Jahr entschied sich der Verein für einen bedeutsamen Schritt und trat dem Nassauischen - und Deutschen Sängerbund bei.

1930 - Aus der Zeitung "Nassauer Bote" vom Freitag den 27. Juni 1930 ist folgender Bericht zum Fest:

>Ahlbach, 26.Juni. (60 Jahre MGV "Gemütlichkeit".)

Der hiesige MGV "Gemütlichkeit" konnte am Sonntag auf sein 60 jähriges Bestehen zurückblicken. Eingeleitet wurde das Fest mit einem Kommersabend am Samstag, an dem Landrat von Breitenbach (Limburg) als Protektor des Stiftungsfestes erschienen war. In einer kurzen Rede beglückwünschte er den Verein zu seinem 60 jährigen Bestehen. Am Sonntagnachmittag begann der Festzug, an dem sich sämtliche Ortsvereine beteiligten; sowie 16 auswärtige Gesangvereine. Auf dem Festplatz hielt Bürgermeister Jung die Festrede. Nach ihm sprachen der 1. Vorsitzende Jakob Georg Weis sowie der Dirigent des Jubelvereins Lehrer Fischer. Darauf folgten Gesangvorträge der einzelnen Gastvereine. Im Anschluß darauf fand ein Volksfest statt. Der Montag sah noch einmal die Festteilnehmer versammelt, wobei die Jugend bei den Volksbelustigungen besonders zu ihrem Rechte kam.<

1934 - Auf der Versammlung am 28. April wurde u.a. beschlossen, alle zwei Wochen -am Samstagabend- nur eine Gesangstunde zu halten, wegen der Geldknappheit und mangelnder Sangeslust. Der Gesangsbetrieb konnte nur mit großen Anstrengungen aufrechterhalten werden.

1936 - Am 12. Juli hielt der Männergesangverein “ Teutonia” Villmar ein Sängerfest mit Wertungssingen, an dem der Verein unter neuer Leitung von Willi Sittel teilgenommen hat.Bei sehr starker Konkurrenz kam der Chor zu einem sehr guten Erfolg. Als Geschenk erhielt er eine Marmortafel.

MGV Gemütlichkeit 1936

1938 - In diesem Jahr ist die Tatsache beachtenswert, daß der Schriftführer Hermann Weißer das erste Mal vom 'MGV Harmonie' im Protokollbuch schreibt. In den folgenden Kriegsjahren lag der Chorbetrieb danieder.

1946 - Die konstituierende Versammlung fand am 24. August unter der Leitung des früheren Vorsitzenden Jakob Georg Weis statt.

1948 - In Generalversammlung wurde erstmals ofiziell beschlossen, den Verein nicht mehr "GEMÜTLICHKEIT" sondern "HARMONIE" Ahlbach zu nennen.

1950 - Das Jubiläumsjahr begann bereits mit zusätzlichen Schwierigkeiten. Die Gaststätte Heinrich Weißer, in der der Verein jahrzehntelang sein Vereinslokal hatte, stellte mit Wirkung zum 1. Januar ihren Betrieb ein. Durch die Schließung des Lokals mußte zwangsläufig ein neues Domizil gesucht werden, dieses fand man in der Gaststätte Hiltrud Jung, wohin man auch die Chorproben, die vorher in der Schule abgehalten wurden, verlegte.

Die Tage zum 75 jährigen Fest wurden immer kürzer. Viele Arbeiten mußten noch verrichtet werden. Das Festzelt stand im Urseltaler Weg links hinter dem Hause von Hans Jung, etwas abseits auf einer Wiese. Für die Bannberscheider Gäste mußten, da sie in Ahlbach übernachteten, Quartiere ausgemacht werden. Am 3. Juni nachmittags hatte die Geschäftigkeit ihren Höhepunkt erreicht. Kaum hatten die Sänger die Arbeit beendet, kamen schon die ersten Gäste aus Bannberscheid. Um 20.00 Uhr verließ der Festzug, gebildet von der Feuerwehrkapelle aus Eschhofen, der Sängervereinigung Bannberscheid und dem eigenen Verein den Festplatz. Mit Musik und Jubel ging es durch die Ahlbacher Dorfstraßen. Unter Teilnahme der gesamten Ahlbacher Bevölkerung, die inzwischen ihre Häuser mit Fahnen und grünem Laub herrlich geschmückt hatten, zog der Verein geschlossen in den Saalbau Schneider. Der Montag war der eigentliche Festtag für die Ahlbacher. Um 9.00 Uhr haben sich die Sänger zum Frühschoppen eingefunden. Es wurde vor dem Vereinslokal ein Vereinsbild gemacht und dann das Fest zum Abschluß würdig gefeiert. Eine unbarmherzige Hitze beherrschte die Festtage.

     Der Jubiläumsumzug

Das Jahr 1950 war für den Verein trotz der Schwierigkeiten mit dem Vereinslokal und dem Dirigentenwechsel ein herausragenden Ereignis, insbesondere durch das schöne Fest und den hervorragenden Erfolg des Wettstreits in Niederneisen.

1951 - Im März nahm der Verein bei der Taufe der neu angeschafften Kirchenglocken teil und verschönerte die Feier mit einigen Liedvorträgen. Kurz danach fanden zwei Konzerte mit dem MGV Eintracht Steeden, zuerst in Steeden und dann in Ahlbach statt, wobei der Erlös des letzten Konzertes der hiesigen Kirchengemeinde für die Anschaffung der Kirchenglocken gespendet wurde.

Umzug 1952                                                                             Sängerfest 1955

1954 - Durch eine knappe Mehrheit wurde beschlossen, im kommenden Jahr zwei Wettstreite in Elz und in Dehrn zu besuchen. Jeder Sänger mußte einen Teil des Sängerbeitrags aus eigener Tasche zahlen. Von dem Ablauf der beiden Wettstreiten ist nur zu sagen, dass es so kam, wie es auf-grund der vielen ausgefallenen Gesangstunden, des schlechten Besuchs der Gesangstunden und vor allem der allgemeinen Lauheit des Vereins kommen mußte. Trotz aller Mühe, die sich der Chorleiter gab und auch dem Eifer und dem Ergeiz einiger weniger Sänger, war das Ergebnis gegenüber den vorhergehenden Jahren nicht mehr so, wie ehedem. Das alte Sprichwort "Ohne Fleiß kein Preis" hatte sich wieder einmal bewahrheitet. Dies wurde umso deutlicher, wenn man sich überlegt, daß 16 jungere Sänger des Vereins, die sich mit mehrheitlicher Zustimmung des Vorstandes entschlossen hatten, auch in der Quartettklasse am Dehrner Wettstreit teilzunehmen, ganz andere Leistungen boten. Sie hatten es freiwillig auf sich genommen, trotz der vielen Gesangstunden und der finanziellen Belastung durch den Besuch zweier Wettstreite, weitere Quartettgesangstunden einzuschieben und weitere finanzielle Opfern zu bringen. Der Lohn für diese Arbeit, ihre Einigkeit und ihren Fleiß blieb nicht aus. Hinter dem "Quartettverein" Oedt am Rhein belegten sie im Klassen-, Ehren-und im Höchst-Ehrensingen jeweils den zweiten Platz und holten unter vier Vereinen den 2. Klassen- und den 2. Ehrenpreis. Jedoch die erhaltenen Pokale kann man bis zum heutigen Tage nur als Taucher in der Lahn unterhalb der Dehrner Brücke suchen; sie wurden von einem Sangesbruder dort hineingeworfen.

1955

1963 - Der Verein wurde bei dem Amtsgericht in Hadamar in das Vereinsregister eingetragen.

1964 - In der Jahreshauptversammlung machte der Sangesbruder und ehemalige Vorsitzende Hermann Schild den Vorschlag, eine Spendeliste für die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne herumzureichen, da die alte Vereinsfahne verschlissen war. Dabei wurden 555,00 Mark gespendet.

1965 - Am Sonntag dem 27. Juni wurde die, aus Anlaß des 90 jährigen Jubiläumsfestes angeschaffte neue Vereinfahne (sie kostete etwa 1200,00 DM), in der hiesigen Pfarrkirche geweiht. Am 3., 4. und 5. Juli feierte der Verein unter der Schirmherrschaft des Verlegers Dr. Georg Bitter sein 90 jähriges Jubelfest.

1965

1970 - Am 21. August kaufte der Verein bei der Firma Demer aus Eschhofen ein Piano "Sameta" in Nußbaum sowie eine Piano Decke für den Preis von 3.080,00 DM.

1973 -Die Jahreshauptversammlung fand am 29. Dezember im Vereinslokal statt. Bei der Begrüßung der erschienenen Sangesfreunden erstattete der Vorsitzende einen ausführlichen Bericht über die Erlangung der Zelterplakette und der Silbernen Ehrenplakette des Hessischen Ministerpräsidenten.

Als Festplatz wurde dem Verein das Anwesen der Familie Arnold Röcker, die Eckwiese beim Kindergarten, zur Verfügung gestellt. Das Festzelt sowie die Getränke lieferte die Firma Raab aus Villmar-Weier. Als Schirmherr wurde Bürgermeister Kohlmeyer von Limburg bestellt. Die Festmusik übernahm die Kapelle Steiner aus Niederbrechen und den Vergnügungspark die Firma Fickeis aus Diez An allen Tagen spielte die Kapelle Steiner aus Niederbrechen. Vom Festzelt-Eingang bis zur Bühne lag während des Festes ein roter Teppich, den die Firma Felke dem Verein gestiftet hatte.

1979 - Am 1. Juli war der Chor in Okriftel zum Pokal-Prädikat-Wertungssingen. Beim Gruppensingen erhielt der Chor zweimal "sehr gut" und beim Prädikatwertungssingen eine Gesamtnote "sehr gut".

1981 - Der Vorsitzende erwähnte, daß die Stadt Limburg, über Herrn Bürgermeister Kohlmeyer, dem Verein einen neuen Proberaum (freier Raum des Kindergartens) übergeben habe und hierführ ein Durchbruch vom Gemeinschaftshaus in den Proberaum vorgenommen wurde.

Im Mai fuhr der Verein, initiiert vom Vereinswirt Josef Wendel,  mit 102 Teilnehmern, 100 Liter Bier, 150 Bratwürstchen und 150 Fleischwürstchen in zwei Bussen der Fa. Schneider (Dorndorf) nach Kuchl/Österreich.

1983 - 110 Jahre Harmonie: Mitte Mai hatten dreiundfünfzig Vereine ihr Kommen zugesagt.

1983

1984 - Bei der Gruppentagung am 19.November in Elz wurde unser Sänger Wilfried Reitz zum Gruppen-Vorsitzenden gewählt, seit dieser Zeit gehörte er auch dem Vorstand des Sängerkreises Limburg an.

1987 - Im August fand das Bergfest statt. Es wurde nach vielen Jahren wieder in etwas größerem Rahmen durchgeführt. Besonders die Bergmesse am Sonntagsmorgen fand großen Anklang und wird vielen in guter Erinnerung bleiben. Die Messe hielt Herr Pfarrer Frank und der Bergprediger war Diakon Hilgert. Die musikalische bzw. gesangliche Unterstützung übernahm der Musikverein "Stadt und Land" von Hadamar. Mitgewirkt haben: Der Kirchenchor "St. Bartolomäus" Ahlbach zusammen mit den Vereinen: Edelsberg,  "Eintracht" Offheim, "Frohsinn" Niederbrechen und "St. Katharina" von Niedererbach und der Chor der "Harmonie" von Ahlbach.

1992 - Am 8. Mai verstarb unser Chorleiter,Werner Dernbach, der den Verein 25 Jahre geprägt hatte.

 

Aus einer sehr seltenen Festschrift aus dem Jahre 1950

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